Ortsbegehung in Obererthal / Seeshof

  • Glockenleuten in Seeshof erwünscht
  • SPD-Ortsverein Hammelburg in Seeshof und Obererthal

Seeshof und Obererthal standen diesmal auf der Liste des SPD-Ortsvereins, der unter Führung von Ortsvorsitzenden Martin Steinel und Fraktionssprecher Reinhard Schaupp mit der gesamten SPD-Stadtrats-Fraktion und Vorstandsmitgliedern den Stadtteil Obererthal und den Weiler Seeshof besichtigten.

Zahlreiche Bürger und Vereinsvertreter waren gekommen. Mit dabei natürlich auch der Ortssprecher Albert Trost aus Obererthal. Seeshof ist ja dem Stadtteil Obererthal angegliedert. Somit ist er auch für Seeshof zuständig. Sinn dieser Orts-Begehungen ist es, die Gegebenheiten in den Ortsteilen vor Ort direkt zu sehen und mit den Bürgern ihre Anliegen aktuell zu besprechen.

In Seeshof mit im Moment 13 Einwohner, waren von jedem Anwesen des Weilers, Bürger bei dem Treffen am Dorfbrunnen dabei. Wesentliche Punkte der Anlieger waren die neue geplante Abwasserversorung mit Kläranlage, die Ortsbeleuchtung, sowie die DSL / Internet-Versorung. Weiterhin ging es um das Ortswahrzeichen den alten Dorf-Brunnen mit seiner Glocke, die doch wieder geläutet werden soll. Der Brunnen soll immer entsprechend anschaulich hergerichtet sein, ist der Wunsch der Seeshofer Bürger.

Über die anstehende zu überarbeitende Abwassersatzung der Stadt Hammelburg wurden von Bürgermeister Ernst Stross Hinweise zur Neuregelung gegeben. Entscheidend für die neue Gebühr ist zukünftig natürlich die Menge des Abwassers des Brauchwasser, sowie der Abfluß des Oberflächenwasser von den Dachflächen und den versiegelten Flächen des Grundstückes, die alle in den Kanal fließen.

In Obererthal mit aktuell 403 Einwohnern, begann der Rundgang am Festplatz am Musikerheim, wo alljährlich das traditionelle und weit über die Stadtgrenzen bekannte Plootzfest der örtlichen Vereine stattfindet.

Am Friedhof ist nun endlich die Zufahrt von der Kreisstrasse her, für die Beerdigungsinstitute erstellt worden. Ein Weg zum Friedhof für Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren neben dem Treppenaufgang soll einer der nächsten Projekte sein. Im Moment können die betroffenen Bürger nicht zum Friedhof gehen. Ein unschönen Anblick macht ein verwildertes Grundstück mit zerfallen Gebäude in der oberen Strasse des Linsenbergs. Hier muß versucht werden Kontakt zu dem Eigentümer zu erreichen, um Abhilfe schaffen zu können.

Zu der momentanen Reparatur am Fußweg zum und am Linsenberg, gab Bürgermeister Stross kurze Informationen, zur Durchführung der Arbeiten. Vor allem hob er hervor dass die Stützmauern z.T. neu verlegt und verbessert wurden.

Am Elsengraben erklärte Ortssprecher Trost die nach wie vor kritische Situation des Oberflächenwassers. Die Situation ist nach der Erstellung der Überlaufbecken besser, doch bei kräftigen Niederschlägen kommt es immer wieder einmal zu Problemen, da die Abläufe der Regenwässer vom Büchelberg her kommend erhebliche Mengen mit sich bringen.

Am Platz vor dem Feuerwehrhaus werden z.Zt. Reparaturarbeiten der Stadtwerke durchgeführt. Danach sollen die Oberflächenschäden der Teerdecke beseitigt werden. Die Bürger wünschen sich einen besseren und sichtbaren Strassenverlauf von der Kreisstrasse zur Maltesergasse. Einer der Teilnehmer sprach gar von der Möglichkeit dort von der Erstellung eines kleinen Kreisverkehrs.

Natürlich machte die Gruppe auch einen Abstecher zur renovierten Alten Schule. Die Renovierung sei mehr als dringlich gewesen, sagte Bürgermeister Ernst Stross als Hausherr der Alten Schule. Er erwähnte nochmals die tolle Leistung der vielen ehrenamtlichen Helfer die zum Gelingen des renovierten Bauwerks beigetragen haben. Das Haus macht einen gepflegten und sauberen Eindruck. Er begrüßte es, dass die örtlichen Vereine das Haus nutzen. Genutzt wird das 1875 errichtete Gebäude für den regelmäßigen Seniorennachmittag, als Pfarrbüro, Jugendraum, für den Kindergottesdienst und zu Versammlungen von Vereinen. Auch zu kommunalen Zwecken dient die Alte Schule, so etwa bei den Wahlen und den kommunalen Versammlungen.

Bei der Diskussionsrunde nach dem Rundgang im örtlichen Gasthaus Brust, war man sich einig, dass sich Obererthal in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat. Dazu trägt natürlich auch die aktive Vereinsarbeit im Ortsteil bei. Auch die demographische Entwicklung und die Folgen für den Stadtteil war Inhalt der Diskussion. Ortssprecher Trost erläuterte deshalb auch die Möglichkeit der Schaffung von neuen Bauplätzen im Bereich in der Verlängerung der Schulgasse. Jedoch darf hier nicht vergessen werden, die noch unbebauten vorhandenen Bauplätze zunächst zu nutzen.

Ziel für die Zukunft müsse die Erhaltung einer möglichst breiten und intakten Vereinsstruktur sein, hieß es. Wichtig sei zudem, jungen Menschen eine Chance auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz im erreichbaren Umfeld zu geben. Ein gutes Beispiel hierfür ist die aktuelle gute Schulstruktur mit entsprechenden Freizeit- und Sportmöglichkeiten für junge Bürger in Hammelburg.